Das vom BMFTR geförderte und durch die Goethe-Universität Frankfurt koordinierte Verbundprojekt gwTriade. konnte seine Projektkonzeption sowie erste zentrale Ergebnisse im Rahmen der Zukunftsplattform Wasser des Spurenstoffzentrums des Bundes 2025 in Berlin vorstellen. Im Format eines Pecha-Kucha-Kurzimpulses präsentierte der Koordinator des Projekts, Prof. Dr. Henner Hollert, das Konsortium, den Ansatz einer integrierten Bewertung von Grundwasserökosystemen anhand des Triade-Konzepts sowie wichtige Ergebnisse der integrierten Bewertung an den Standorten Hannover und im Hessischen Ried.
Die Zukunftsplattform verfolgt das Ziel, zentrale Herausforderungen im Umgang mit Spurenstoffen sichtbar zu machen, relevante Akteure zusammenzuführen und Entwicklungen der europäischen sowie nationalen Wasserpolitik in einen fachlichen Austausch einzubetten. Thematische Schwerpunkte der diesjährigen Tagung waren u. a. die neue Europäische Wasserresilienzstrategie, der Umgang mit PFAS und anderen persistenten Stoffen sowie Wege zur systematischen Reduktion von Stoffeinträgen – sowohl durch regulatorische Vorgaben als auch durch freiwillige Maßnahmen, innovative Monitoring-Ansätze und neue Bewertungskonzepte.
Das zweitägige Programm bot ein breites Spektrum an Beiträgen aus Forschung, Behörden und Praxis. Vertreterinnen und Vertreter des Umweltbundesamts, des Bundesministeriums für Umwelt, des BMUKN, der Europäischen Kommission, verschiedener Fraunhofer-Institute, der Bundesanstalt für Gewässerkunde, des TZW sowie weiterer Institutionen beleuchteten industrielle Spurenstoffeinträge, Herausforderungen für die Trinkwasserversorgung, neue Bewertungsansätze für Abbaubarkeit und aktuelle Initiativen wie die „Modellkommunen Spurenstoffe“. Gesprächsinseln, eine große Fachausstellung, interaktive Formate sowie Pecha-Kucha-Beiträge zu innovativen Lösungswegen rundeten das Programm ab.
In diesem Rahmen stellte gwTriade seine Weiterentwicklung des praxisorientierten Triade-Ansatzes zur Bewertung von Grundwasserökosystemen vor. Das Projekt verfolgt das Ziel, erstmals eine integrierte, ökologisch fundierte und anwendungsnahe Bewertungsgrundlage für das Grundwassermanagement zu schaffen und damit Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger in Behörden und in der Praxis zu unterstützen.
Bild: Henner Hollert beim Vortrag.
Quelle: Henner Hollert.
Zu den inhaltlichen Höhepunkten zählten Beiträge von Joachim D’Eugenio (Europäische Kommission) zur Wasserresilienzstrategie, von Dr. Stephan Luther (BMUKN) zu europäischen Perspektiven auf Spurenstoffe sowie Beiträge zur PFAS-Regulierung seitens des Umweltbundesamts.
Die Veranstaltung verdeutlichte erneut die Bedeutung des kontinuierlichen Austauschs zwischen Wissenschaft, Verwaltung und Praxis, um nachhaltige und wirksame Lösungen im Gewässerschutz voranzubringen.
Bilder von links nach rechts: Austausch bei der Zukunftsplatform, Podiumsdiskussion im Fish-Bowl Format und Votrag von Henner Hollert. Quelle: Henner Hollert.






